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SEMINARE BRINGEN NICHTS

[25|03|2011]

In der Rubrik „VERTEIDIGEN SIE IHRE FORSCHUNG“ haben die beiden Professoren Holger Günzel und Wieland Cichon aus dem Schwerpunkt Projektmanagement im HARVARD BUSINESS MANAGER 2 / 2011 ihre Forschungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Beide haben untersucht, inwieweit Trainings für einen Projekterfolg entscheidend sind.

Sie nutzten ein Projektplanspiel und teilten dafür 46 BWL-Studenten in zwei Gruppen ein. Das eine Team lernte zuerst die Grundlagen des Projektmanagements, das andere startete sofort mit der Projektsimulation und bekam den Theorieteil nachgeliefert. Am Ende war keine der beiden Gruppen signifikant besser.


Ihre Kernaussage: Einmalige Schulungen zur Vorbereitung auf ein Projekt lohnen sich nicht. Vielmehr bringen Trainings nur dann etwas, wenn sich die Theorie und Praxis ergänzen und miteinander verzahnt sind. Die vermittelte Theorie darf also nicht losgelöst von einer konkreten Problemstellung vermittelt werden. Vielmehr muss der Teilnehmer einen Nutzen für sich persönlich erkennen.

Nur dann wird er den Stoff aufnehmen und weiterverarbeiten. Ein weiteres Ergebnis des Planspiels und der Studie war, dass der zeitliche Abstand zur Umsetzung im Alltag nicht zu groß ist. Die Teilnehmer müssen das Erlernte schnell einüben und verinnerlichen können. Der praktische Nutzen muss definiert und erkennbar sein.